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Rektumchirurgie

  • pelvines Neuromonitoring

    Das intraoperative Neuromonitoring (IOM) hat sich in den letzten 2 Jahrzehnten als ein wertvolles Hilfsmittel zur Identifikation und Schonung von Nerven entwickelt. Besonders in der endokrinen Chirurgie bei Schilddrüsenoperationen, aber auch in der Gefäß-, HNO- sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ist die Sensibilität für die Erhaltung von motorischen und sensorischen Nervenfunktionen stark angewachsen.

    Im Bereich des kleinen Beckens ist die Anwendung des intraoperativen Neuromonitoring zum Schutz der pelvinen Nerven (pIOM) bereits seit mehreren Jahren Forschungsthema für zahlreiche  internationale Arbeitsgruppen. In mehreren Versuchen konnte gezeigt werden, dass es möglich ist, die Funktion autonomer Nerven durch elektrische Stimulation und dadurch induzierte Druckanstiege in Blase messtechnisch zu erfassen. Ebenso ist es mit geringen Modifikationen und einem EMG-Messgerät für das Intraoperative Neuromonitoring möglich, erhöhte Amplituden mittels EMG am internen Analsphinkter nach Elektrostimulation der autonomen pelvinen Nerven abzuleiten.

    Unsere Geräte AVALANCHE® SI verfügen bereits über derartige Möglichkeiten, die wir im Rahmen unserer Forschungsarbeiten erproben.

     

    Literatur:

    D. W. Kauff & O. Kempski & K. P. Koch & S. Huppert & K. P. Hoffmann & H. Lang & W. Kneist

    Continuous intraoperative monitoring of autonomic nerves during low anterior rectal resection: an innovative approach for observation of functional nerve integrity in pelvic surgery. Langenbecks Arch Surg (2012) 397:787-792

     

    Takenaka A, Tewari A, Hara R, Leung RA, Kurokawa K, Murakami G, Fujisawa M

    Pelvic autonomic nerve mapping around the prostate by intraoperative electrical stimulation with simultaneous measurement of intracavernous and intraurethral pressure. J Urol (2007) 177:225-229

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