the art of neuromonitoring

in der Rektumchirurgie

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zum pelvinen Neuromonitoring

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert besonders innovative Unternehmen bei der Entwicklung neuer Technologien. Unser Projekt „Intraoperatives Neuromonitoring zur Identifikation und Überwachung von Nervengewebe des Beckens (NeuroNeB)“ wird seit Mai 2017 vom BMBF unterstützt und zählt damit zu den Forschungsprojekten mit besonders hohem Innovationsgehalt. 

Weil die momentan bekannten Verfahren für das Neuromonitoring der Beckennerven für uns nicht zufriedenstellend sind, gehen wir ganz neue Wege. In Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Freiburg, dem Universitätsklinikum Innsbruck und dem Klinikum Ludwigsburg arbeiten wir an neuen Messmethoden für eine deutlich zuverlässigere Identifikation von Nervengewebe als mit den bisher angewendeten Verfahren. 

   

Förderkennzeichen: 13GW0192

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Webseite des BMBF.

Intraoperatives Neuromonitoring

zur Identifikation und Überwachung von Nervengewebe des Beckens (NeuroNeB)

Die 2018 am Universitätsklinikum Freiburg durchgeführte Tierstudie an Schweinen zeigte sehr gute, reproduzierbare Ergebnisse. Nervenäste der Harnblasen- und/oder Rektuminnervation konnten erfolgreich lokalisiert werden. Unsere Messmethode, die bereits zum Patent angemeldet wurde, funktionierte nicht nur am Rektum sehr gut, sondern auch an der leeren Harnblase. Das zeitaufwendige mehrfache Befüllen der Blase zur Blasendruckmessung wird dadurch überflüssig. Zur Überprüfung der Messergebnisse wurden Gewebeproben entnommen und am Universitätsklinikum Innsbruck histologisch untersucht. Mittels Antikörpernachweis konnten sympathische und parasympathische Nervenfasern in den Proben nachgewiesen werden. Dadurch wurde die Richtigkeit der Messergebnisse bestätigt. Die Sektion für klinisch funktionelle Anatomie des Universitätsklinikums Innsbruck liefert in diesem Projekt aufgrund ihrer Expertise in Kombination von Chirurgie und Anatomie einen sehr wichtigen Beitrag.

Wie geht es weiter? Ab Sommer 2019 werden wir in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Ludwigsburg eine klinische Studie an Patienten der Allgemein- und Viszeralchirurgie durchführen. Unser Ansporn ist es, zeitnah einen erstklassigen Neuromonitor für Beckennerven vorstellen zu können. 

Anwendungsgebiete